Unsere Individualität in der Gemeinschaft mit anderen leuchten zu lassen ist keine leichte Aufgabe. Vor allem nicht für Musiker. Lunartree schaffen es trotzdem: Der Soul flankierte Akustikpop des Trios besticht durch Klavier, Cello und Perkussion, vor allem aber durch seinen gefühlvollen mehrstimmigen Gesang. Mit Lebendigkeit und Intuition schaffen Lunartree gefühlvolle Songs, die sie gleichermaßen in emotionale Höhen schrauben wie auch mit einem poppigen Schlenker wieder runterzuholen wissen.

Auf der Bühne entfalten die Musikerinnen eine weitere Seite: Charmant und mit viel Humor unterhalten sie ihr Publikum mit Anekdoten und den individuellen Stärken wie Schwächen – lebendig und ansteckend. Die Songs dafür schreiben sie – wie sollte es anders sein – jede für sich und gemeinsam.

Wie den Song „Parts of What I Am“: Die Grundidee stammt von Linda, der pulsierende Beat von Imanthi, der Rest ist eine Gemeinschaftsarbeit. Oder „Shine“ – ein „totaler Lunartree-Song“, wie die Band sagt. Ein Song, der die Frage nach dem eigenen Strahlen damit beantwortet, nicht jemand anders sein zu wollen oder etwas beweisen zu müssen, sondern man selbst zu sein – „das ist der Moment, in dem du strahlst“. Ein Song, in dem Klavier und Cello zu Beginn von Sophias Stimme getragen werden, bevor sich die drei Stimmen der Musikerinnen zu einem echoenden Gänsehautrefrain steigern. Shine on, Lunartree!